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Karies behandeln: Ursachen und Anzeichen

Nahaufnahme menschlicher Zähne mit sichtbaren Hohlräumen und Karies, die dunkelbraune und schwarze Flecken auf den Zahnoberflächen aufweisen.
Dr. Natalia Ehrlichmann
Autorin
Zahnärztin · Über 30 Jahre Erfahrung
GEPRÜFT
Medizinische Redaktion
Fachliche Prüfung
Dieser Artikel wurde von Dr. Natalia Ehrlichmann verfasst und von unserer medizinischen Redaktion auf fachliche Richtigkeit geprüft. Letzte Aktualisierung: 19. März 2026.

Karies behandeln in Neunkirchen-Seelscheid: schonend, gezielt und langfristig erfolgreich

Sie suchen eine effektive und zugleich schonende Behandlung von Karies in Neunkirchen-Seelscheid?

In der Zahnarztpraxis Dr. Natalia Ehrlichmann erkennen wir Karies bereits im Frühstadium. Oft bevor Sie selbst etwas bemerken und behandeln sie schonend, individuell und mit besonderer Rücksicht auf Angstpatienten.

Ob gezielte Fluoridierung bei beginnender Entkalkung oder hochwertige Füllungstherapie bei fortgeschrittener Karies. Wir finden für jeden Zahn die passende Lösung.

Nahaufnahme eines Backenzahns vor (links, mit "Vorher" beschriftet) mit sichtbarer dunkler Karies und nachher (rechts, mit "Nachher" beschriftet) mit sauberer, restaurierter Zahnoberfläche.

Je früher Karies erkannt wird, desto schonender kann sie behandelt werden.

Wie merkt man, ob man Karies hat? Was ist der Grund für Karies? Wie schnell muss man mit Karies zum Zahnarzt?

Keine Zeit für ausführliche Informationen? Unser Podcast „Karies erkennen und behandeln“ bietet kurze und leicht verständliche Einblicke in Ursachen und Behandlungsmethoden.

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Haben Sie sich beim Zähneputzen schon einmal gefragt, ob der kleine dunkle Punkt am Backenzahn neu ist?

Oder ob die kurze Empfindlichkeit beim Trinken eines kalten Getränks nur Zufall war?

Karies zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit.

Einem Bericht der WHO aus dem Jahr 2023 zufolge litten in der Europäischen Region rund 335 Millionen Menschen an Karies an bleibenden Zähnen.

Trotz dieser hohen Zahl wird das Risiko oft unterschätzt.

Karies beginnt schleichend und verursacht zunächst keine Schmerzen. Wenn Beschwerden auftreten, ist der Schaden am Zahn oft bereits fortgeschritten.

In diesem Artikel erklären wir, was Karies genau ist, warum manche Menschen anfälliger sind als andere und wie Sie erste Anzeichen erkennen.

Zudem erfahren Sie, mit welchen konkreten Maßnahmen Sie Ihre Zähne langfristig gesund erhalten können.

Das Wichtigste auf einen Blick

Karies am Zahn, auch als Zahnfäule bezeichnet. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für "Fäulnis" ab. Die Krankheit wird durch Bakterien verursacht und durch Zucker und mangelnde Zahnpflege begünstigt.

  • Karies am Zahn ist eine der häufigsten Zahnerkrankungen und betrifft Menschen jeden Alters.
  • Karies entsteht aufgrund von Bakterien, Plaque, zuckerreicher Ernährung und unzureichender Zahnpflege.
  • Frühe Symptome von Karies sind White Spots und Überempfindlichkeit, während fortgeschrittene Karies zu Zahnschmerzen und Entzündungen führen kann.
  • Die Prävention von Karies beinhaltet regelmäßiges Zähneputzen, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Zahnarztbesuche.

Was ist Karies und warum wird sie gefährlich, wenn man wartet?

Karies kommt vom lateinischen Wort caries, was so viel wie "Morschheit" bedeutet. Im Volksmund spricht man oft von "Zahnfäule".

Aber dieser Begriff vermittelt ein falsches Bild. Ihre Zähne faulen nicht wie ein vergessener Apfel im Obstkorb.

Bakterien auf der Zahnoberfläche wandeln Zucker aus der Nahrung in Säuren um, und diese Säuren lösen Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus.

Karies ist keine Erkrankung, die von heute auf morgen entsteht. Es ist ein schleichender Prozess und genau das macht ihn so tückisch.

Am Anfang stehen Bakterien im Zahnbelag, die Zucker aus unserer Nahrung zu Säure umwandeln. Diese Säure greift den Zahnschmelz an, löst Mineralien heraus und macht ihn porös.

Zunächst kann der Körper noch gegensteuern: Speichel und Fluorid helfen dabei, den Schmelz wieder aufzubauen. Ein Vorgang, den Fachleute Remineralisierung nennen.

Laut der Bundeszahnärztekammer ist dies der einzige Mechanismus, bei dem sich Karies tatsächlich selbst zurückbilden kann aber nur im allerersten Frühstadium.

Schreitet der Prozess unbehandelt fort, entsteht ein sichtbares Loch im Zahn. Ohne Behandlung erreicht die Karies schließlich das Dentin (Zahnbein) und danach den Zahnnerv.

Dann droht eine Wurzelbehandlung oder im schlimmsten Fall der Zahnverlust.

Wer früh handelt, spart sich Schmerzen, Zeit und Geld.

Über 95 % der Erwachsenen in Deutschland haben Karieserfahrungen.Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Dennoch wird Karies häufig erst im fortgeschrittenen Stadium behandelt, weil im Frühstadium oft keinerlei Schmerzen auftreten.

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Wie entsteht Karies? Drei Faktoren, die zusammenspielen müssen

Damit aus einem gesunden Zahn ein kariöser Zahn wird, müssen drei Dinge gleichzeitig zusammenkommen:

Bakterien im Zahnbelag (Plaque): Nach jeder Mahlzeit bildet sich auf Ihren Zähnen ein dünner Biofilm – eine Schicht aus Speiseresten und Bakterien. Wird dieser Belag nicht regelmäßig entfernt, verdickt er sich und bietet kariesfördernden Bakterien einen idealen Nährboden.

Zucker und Kohlenhydrate: Die Bakterien brauchen Nahrung, und die bekommen sie vor allem aus einfachen Zuckern. Ob Schokoriegel, Fruchtgummi oder auch der Zucker im Ketchup – je häufiger und länger Zucker an den Zähnen haftet, desto mehr Säure wird produziert.

Zeit: Der oft unterschätzte Faktor. Ein einzelnes Stück Kuchen am Nachmittag ist für Ihre Zähne weit weniger problematisch als ständiges Naschen über den ganzen Tag verteilt. Denn jeder Zuckerkontakt löst einen neuen Säureangriff auf den Zahnschmelz aus. Ihr Speichel braucht danach etwa 30 bis 60 Minuten, um den pH-Wert im Mund wieder zu neutralisieren. Bei ständigem Nachschub schafft er das nicht.

Apropos Speichel: Er ist der wichtigste natürliche Schutzschild Ihrer Zähne. Speichel enthält Mineralien wie Kalzium und Phosphat, die den Zahnschmelz laufend reparieren – Zahnmediziner nennen das Remineralisierung. Außerdem spült er Speisereste weg und neutralisiert Säuren. Menschen mit vermindertem Speichelfluss – etwa durch bestimmte Medikamente, Rauchen oder Diabetes – haben daher ein deutlich erhöhtes Kariesrisiko.

Karies im Zahn vorbeugen (Video)

Ist Karies ansteckend? Was die Forschung heute sagt

Diese Frage sorgt regelmäßig für Verunsicherung – besonders bei jungen Eltern. Die kurze Antwort: Jein.

Kariesbakterien können tatsächlich von Mensch zu Mensch übertragen werden, zum Beispiel über gemeinsam benutzte Löffel oder beim Küssen. Babys kommen in der Regel ohne Streptococcus mutans auf die Welt und werden erst durch Speichelkontakt besiedelt. Jahrelang lautete deshalb die Empfehlung: Schnuller und Löffel des Kindes niemals ablecken.

Heute ist die Wissenschaft einen Schritt weiter. Neuere Studien zeigen, dass der Kontakt mit dem elterlichen Speichel auch Vorteile für das kindliche Immunsystem haben kann.

Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe betont, dass Karies keine klassische Infektionskrankheit ist, sondern eine ernährungsbedingte Erkrankung. Die Anwesenheit von Kariesbakterien allein reicht nicht aus - erst die zuckerreiche Ernährung schafft die Bedingungen, unter denen sie Schaden anrichten können.

In der Mundhöhle leben bis zu 1.000 verschiedene Bakterienarten, von denen die meisten nützlich für uns sind. Karies entsteht nicht durch Ansteckung, sondern wenn die Ernährung die Balance der Mundflora stört.
Quelle: ZWP Online – Mythen zu Karies, Prof. Dr. Andreas Braun, RWTH Aachen"

Was heißt das für Sie? Statt sich Sorgen über Bakterienübertragung zu machen, sollten Sie den Fokus auf das Wesentliche legen.

Eine zuckerarme Ernährung und eine gute Mundhygiene - bei sich selbst und bei Ihren Kindern.

Symptome von Karies

Karies am Zahn zeigt sich durch verschiedene Symptome, die Patienten erkennen sollten.

Zu den typischen Anzeichen gehören Zahnschmerzen, Überempfindlichkeit und sichtbare Löcher im Zahn, die auf eine Zahnerkrankung hindeuten können.

Klassische Karies Symptome sind Zahnschmerzen, ein Ziehen an den Zähnen sowie eine Überempfindlichkeit auf heiße, kalte oder süße Speisen.

Ein Loch im Zahn kann ebenfalls auf Karies hindeuten.

Frühe Anzeichen: White Spots

Die ersten Anzeichen von Karies sind oft White Spots auf den Zähnen.

Diese kreidig-weißen oder gelblich-braunen Flecken sind durch eine visuelle Untersuchung erkennbar und können im weiteren Verlauf zu braunen Flecken werden.

Zahnärzte bezeichnen Flecken auf den Zähnen als Schmelzverfärbungen.

Die Oberfläche kann Farbtöne von Gelb und Braun bis hin zu Rosa, Schwarz und sogar Rot annehmen.

Nicht selten geht die Pigmentierung mit einer erhöhten Empfindlichkeit einher, was mit dem Prozess der Demineralisierung zusammenhängt.

Weiße Flecken nehmen eine Sonderstellung ein, da sie ein Anzeichen für beginnende Karies in der darunterliegenden Schicht sein können.

 

Sichtbare Löcher und Verfärbungen

Sichtbare Löcher im Zahn oder Verfärbungen sind ein deutliches Zeichen für fortgeschrittene Karies.

Diese Veränderungen sollten immer zahnärztlich abgeklärt werden.

Karies erkennen: diese Warnsignale sollten Sie nicht ignorieren

Nahaufnahme von Zähnen in einem Mund, mit zwei schwarzen Pfeilen, die auf sichtbare Risse und Verfärbungen an benachbarten Backenzähnen hinweisen, die auf mögliche Zahnprobleme wie beginnende Karies hinweisen.Das Tückische an Karies: Im Anfangsstadium spüren Sie nichts. Gar nichts. Keine Schmerzen, kein unangenehmes Gefühl. Und genau deshalb wird Karies so oft erst erkannt, wenn bereits ein Defekt entstanden ist.

Die verschiedenen Stadien im Überblick:

Initialkaries (Frühstadium): Auf der Zahnoberfläche zeigen sich weiße, kreidige oder leicht bräunliche Flecken. Das sind Stellen, an denen der Zahnschmelz bereits Mineralien verloren hat. In diesem Stadium ist eine Umkehr noch möglich – durch gezielte Fluoridierung und konsequente Mundhygiene kann sich der Zahnschmelz wieder erholen.

Schmelzkaries: Der Zahnschmelz zeigt deutliche Defekte. Braune Verfärbungen werden sichtbar, und in den kleinen Vertiefungen können sich Speisereste festsetzen, was den Prozess beschleunigt. Spätestens jetzt ist ein Zahnarztbesuch dringend empfohlen.

Dentinkaries: Die Karies hat den Zahnschmelz durchdrungen und das darunterliegende Zahnbein (Dentin) erreicht. Jetzt werden die Zähne empfindlich – auf Kälte, Hitze, Süßes oder Saures. Eine zahnärztliche Behandlung ist an diesem Punkt unumgänglich.

Tiefe Karies mit Nervbeteiligung: Hat die Karies den Zahnnerv (Pulpa) erreicht, kommen pochende, teils heftige Zahnschmerzen hinzu. Ohne Behandlung drohen Entzündungen bis hin zum Zahnverlust.

Mein Rat als Zahnärztin: Warten Sie nicht auf Schmerzen. Kommen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zur Kontrolle. Je früher wir Karies erkennen, desto schonender können wir behandeln.

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Zervikale Karies (Zahnhalskaries)

Karies am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn zeigt sich als weißliche/bräunliche Flecken, verursacht Schmerzempfindlichkeit und wird meist mit Komposit oder Glasionomerzement gefüllt.

Ursachen und Entstehung

  • Zahnfleischrückgang: Freiliegende Zahnhälse sind besonders anfällig, da das Dentin dort weicher als Zahnschmelz ist.
  • Mangelhafte Hygiene: Schwierig zu reinigende Bereiche, oft durch falsche Putztechnik.
  • Ernährung/Säure: Hoher Zuckerkonsum oder säurehaltige Getränke fördern die Zerstörung.

Karies am Zahnhals: Symptome

  • Überempfindlichkeit: Schmerzen bei Kälte, Wärme oder süßen Speisen.
  • Sichtbare Defekte: Weißliche bis dunkle Verfärbungen oder keilförmige Läsionen am Zahnhals.

Behandlung

  • Füllungstherapie: Entfernung der Karies und Füllung mit Kompositmaterialien oder Glasionomerzement.
  • Fluoridierung: Frühe Stadien können durch Fluoridlacke gestoppt werden.

Vorbeugung

  • Gründliche, sanfte Zahnreinigung (nicht zu viel Druck),
  • Verwendung von Zahnseide/Zwischenraumbürsten
  • und regelmäßige professionelle Zahnreinigung.

Wie wird Karies bei Dr. Natalia Ehrlichmann behandelt?

Niemand geht gerne zum Zahnarzt, wenn es um Karies geht – das wissen wir. Deshalb ist es uns besonders wichtig, Ihnen vorab genau zu erklären, was passiert. Denn wer weiß, was auf ihn zukommt, kann sich besser darauf einstellen.

Im Frühstadium (Initialkaries): Wenn wir bei der Kontrolle weiße Flecken auf dem Zahnschmelz entdecken, muss in vielen Fällen noch nicht gebohrt werden. Durch professionelle Fluoridierung und eine angepasste Mundhygiene lässt sich der Zahnschmelz remineralisieren. Wir besprechen mit Ihnen individuell, worauf Sie in den nächsten Wochen besonders achten sollten.

Bei fortgeschrittener Karies: Hat sich bereits ein Defekt gebildet, muss die erkrankte Zahnsubstanz entfernt werden. Das geschieht bei uns unter örtlicher Betäubung – Sie spüren davon nichts. Anschließend wird der Zahn mit einer hochwertigen Füllung versorgt, die den Zahn wieder stabilisiert und optisch kaum von der natürlichen Zahnsubstanz zu unterscheiden ist.

 

Nahaufnahme von Backenzähnen vor (links) und nach (rechts) der Zahnbehandlung. Das "Vorher"-Bild zeigt Zähne mit dunklen Kariesstellen; das "Nachher"-Bild zeigt saubere, restaurierte Zähne.

In unserer Zahnarztpraxis in Neunkirchen-Seelscheid nehmen wir uns für jeden Behandlungsschritt Zeit. Wir erklären, bevor wir handeln. Und wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich vor dem Zahnarztbesuch unwohl fühlen: Sagen Sie es uns einfach. Wir behandeln seit vielen Jahren Angstpatienten besonders einfühlsam – in Ihrem Tempo, mit Geduld und Verständnis.

Behandlungsmethoden je nach Kariesstadium

Kariesstadium Behandlungsziel Methode Invasivität Haltbarkeit
Initialkaries (White Spot) Remineralisierung, Stoppen des Prozesses Fluoridierung, Kariesinfiltration (Icon) Keine (Nicht-invasiv) Hängt von der Pflege ab
Kleiner Schmelzdefekt Verschluss, Stabilisierung Füllung (Komposit), Versiegelung Gering (Minimal-invasiv) 5-10+ Jahre
Dentinkaries (Mittel) Wiederherstellung der Form & Funktion Kompositfüllung, Inlay Mittel 7-15 Jahre
Tiefe Karies (Zahnnerv-nah) Zahnerhalt, Schutz des Nervs Überkappung, Füllung, evtl. Krone Hoch 10-20 Jahre
Nerventzündung Beseitigung der Infektion Wurzelkanalbehandlung Sehr Hoch Lebenslang (bei Erfolg)

Hinweis: Die Haltbarkeit ist stark abhängig von der Mundhygiene und den individuellen Gegebenheiten.

Karies bei Kindern - warum Milchzähne genauso wichtig sind

"Die fallen doch sowieso aus" - diesen Satz hören wir in der Praxis erstaunlich oft. Und er ist, freundlich gesagt, ein gefährlicher Irrtum.

Milchzähne haben dünneren Zahnschmelz als bleibende Zähne und sind deshalb besonders anfällig für Karies. Gleichzeitig dienen sie als Platzhalter für die nachfolgenden Zähne. Geht ein Milchzahn zu früh verloren, kann das zu Zahnfehlstellungen führen und spätere kieferorthopädische Behandlungen nötig machen.

Laut der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) sind rund 78 Prozent der Zwölfjährigen in Deutschland kariesfrei. Bei den Acht- und Neunjährigen liegt die Kariesfreiheit jedoch nur bei etwa 60 Prozent – im Milchgebiss besteht also noch erheblicher Handlungsbedarf.
Quelle: Bundeszahnärztekammer – DMS 6, 2025

Was Sie als Eltern tun können:

  • Beginnen Sie mit der Zahnpflege, sobald der erste Zahn durchbricht.
  • Verwenden Sie altersgerechte fluoridhaltige Zahnpasta und begleiten Sie Ihr Kind beim Putzen, bis es die Schreibschrift sicher beherrscht. Das ist ein guter Indikator für die nötige Feinmotorik.
  • Und kommen Sie regelmäßig zur Vorsorge.

In unserer Kinderzahnmedizin führen wir Kinder spielerisch an die Zahnpflege heran, damit der Zahnarztbesuch von Anfang an etwas Positives ist.

Übrigens: Wenn Sie wissen möchten, wie Sie den Süßigkeitenkonsum Ihres Kindes zahnfreundlich gestalten können, lesen Sie unseren Artikel „Kinder vor Zucker und Karies schützen".

Dr. Natalia Ehrlichmann
Dr. Natalia Ehrlichmann
Expertin für Zahngesundheit
Ihre Frage
Wenn Sie auf eine gute Mundhygiene achten, regelmäßig zu uns kommen und auf eine ausgewogene Ernährung achten, legen Sie gemeinsam mit uns den Grundstein für gesunde Zähne. So lassen wir nicht nur Zahnschmerzen und Zahnverlust vermeiden, sondern senken auch das Risiko für andere Erkrankungen in Ihrem Mundraum deutlich. Zahngesundheit ist also eine Investition in Ihre eigene Lebensqualität und beginnt mit kleinen, täglichen Schritten, die wir gerne mit Ihnen gemeinsam gehen.
Fragen an den Experten
Warum ist es für die Zähne schädlicher, über den ganzen Tag verteilt zuckerhaltige Getränke zu trinken, als sie auf einmal zu konsumieren?
Dr. Natalia Ehrlichmann
Jedes Mal, wenn Zucker in den Mund gelangt, produzieren Bakterien Säure. Der Speichel benötigt etwa 30 Minuten, um diese Säure zu neutralisieren. Wer über den Tag verteilt immer wieder nascht oder an süßen Getränken nippt, setzt seine Zähne einem permanenten Säureangriff aus - der Speichel kommt gar nicht mehr hinterher. Deshalb ist es besser, Süßes gebündelt zu den Mahlzeiten zu genießen und den Zähnen dazwischen Pausen zu gönnen.

So schützen Sie sich wirksam vor Karies - 5 Tipps aus der Praxis

Karies ist in den allermeisten Fällen vermeidbar. Das klingt nach einer Phrase – ist aber wahr. Hier sind fünf Empfehlungen, die über die üblichen Ratschläge hinausgehen:

1. Denken Sie in Säureangriffen, nicht in Kalorien. Für Ihre Zähne ist nicht die Menge an Zucker entscheidend, sondern die Häufigkeit. Drei Tassen Kaffee mit Zucker über den Tag verteilt bedeuten drei Säureangriffe. Der gleiche Zucker in einer einzigen Tasse wäre zahnmedizinisch weniger problematisch.

2. Warten Sie nach Obst und Saft mit dem Putzen. Nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln: Orangensaft, Äpfel, Essig-Dressing ist der Zahnschmelz vorübergehend aufgeweicht. Wer jetzt sofort zur Zahnbürste greift, schadet mehr als er nutzt. Warten Sie mindestens 30 Minuten oder spülen Sie vorher den Mund mit Wasser aus.

3. Kauen Sie nach dem Essen zuckerfreien Kaugummi. Kaugummi mit Xylitol regt den Speichelfluss an und hemmt nachweislich kariesfördernde Bakterien. Kein Ersatz für die Zahnbürste – aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn Sie unterwegs keine Möglichkeit zum Putzen haben.

4. Vergessen Sie die Zahnzwischenräume nicht. Rund 30 Prozent der Zahnoberfläche liegen zwischen den Zähnen und genau dort entsteht besonders häufig Karies. Zahnseide oder Interdentalbürsten gehören deshalb zur täglichen Routine, nicht nur zur Zahnbürste. Welches Hilfsmittel für Sie das richtige ist, besprechen wir gerne bei Ihrem nächsten Besuch.

5. Kommen Sie zweimal im Jahr zur professionellen Prophylaxe. Bei der professionellen Zahnreinigung entfernen wir Beläge und Zahnstein auch an Stellen, die Sie mit der Zahnbürste nicht erreichen. Außerdem können wir beginnende Karies erkennen, bevor sie zum Problem wird. Prävention ist immer schonender und günstiger als Behandlung.

Weitere Empfehlungen für Ihre tägliche Mundpflege finden Sie in unserem Ratgeber zur richtigen Zahnpflege und Mundhygiene.

Häufige Fragen zu Karies

Haben Sie Fragen zu Karies oder möchten Sie Ihre Zahngesundheit überprüfen lassen?

Die Zahnarztpraxis Dr. Natalia Ehrlichmann in Neunkirchen-Seelscheid ist Ihr Ansprechpartner – für die ganze Familie, mit besonderer Einfühlsamkeit für Angstpatienten.

📅 Termin online anfragen: www.dr-ehrlichmann.de/terminanfrage

📞 Oder rufen Sie uns an: 02247 7171

Wir nehmen uns Zeit für Sie – von der ersten Beratung bis zum gesunden Ergebnis.

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