Die perfekte Zahnpflege

Die perfekte Zahnpflege

Die perfekte Zahnpflege

Die wichtigsten Tipps für die richtige Zahnpflege und Mundhygiene

Karies und Zahnfleischerkrankungen entstehen durch Bakterien. Diese Bakterien befinden sich im Zahnbelag. Defacto heißt das:

je besser die Zähne gereinigt werden, umso geringer ist das Risiko, Karies und Zahnfleischerkrankungen zu erleiden.

Stellt sich nun die Frage: wie schaut eigentlich die perfekte Mundhygiene aus und was benötigt man dazu?

Die perfekte Mundhygiene

Zahnbürste: wahlweise eine elektrische Bürste oder eine Handzahnbürste mit Kunststoffborsten. Naturhaarbürsten erwiesen sich zwar als ökologisch wertvoll – nicht aber zu Reinigungszwecken in der Mundhöhle geeignet.

Borsten bestehen aus Haaren. Haare können sich splissen/spalten. In diesen Mikronischen können sich zum einen die Bakterien noch drastischer vermehren als an Kunststoffborsten. Zum anderen ist es aber so, dass die Naturborsten deutlich leichter abbrechen. Durch die unterschiedlich langen Borsten wird der Reinigungseffekt beim Zähne putzen minimiert.

Das Borstenfeld spielt eine große Rolle. Ist es zu groß, kann die Zahnbürste mangels Platz im Mund nicht vernünftig geführt werden. Hat das Borstenfeld das „falsche“ Format, ist die Reinigungswirkung ebenfalls beeinträchtigt.

Zur optimalen Zahnpflege gehört eine Zahnbürste mit glattem, geraden Borstenfeld. Wir benötigen weder V – Borsten, noch Zickzackharken oder Wellenprofil an Zahnbürsten. Diese Special Effects haben nur einen Sinn: sie sind Alleinstellungsmerkmale von Herstellern zur besseren Produktplatzierung am Markt und dienen lediglich deren Absatzsteigerung. Nutzen im Sinne der Reinigungswirkung für den Verbraucher haben sie keine.

Die Bürste Ihrer Wahl sollte im Optimalfall nicht älter als 4 Wochen sein. Allerspätestens nach 12 Wochen muss die Zahnbürste definitiv ausgetauscht werden. Dann sind die Borsten zu sehr abgenutzt, um noch ein effektives Putzergebnis zu liefern.

Abstehende Bürsten, die wie Palmwedel lustig durch die Luft wedeln, habe keine Chance, eine effiziente Reinigungswirkung auszuüben, da sie beim Aufsetzen ein glatte Fläche.

Deshalb: lieber die Zahnbürste zu häufig wechseln, als zu selten.

Die richtige Zahnputztechnik

Die oftmals angewendete horizontale Schrubbtechnik ist leider keine sinnbringende Reinigungsmethode.

Da man zwangsweise infolge sonst auftretender Schmerzen den Kontakt bzw. die Nähe zum Zahnfleisch meidet (Zahnfleisch würde bei dieser Technik von rechts nach links bzw, umgekehrt gerissen werden -> Schmerz), hinterlässt man trotz bestem Willen und Fleiß dicke Schmutzränder.

Besser sind Zahnputztechniken, die schonend zum Zahnfleisch sind, aber trotzdem maximal reinigen. Hierzu zählen :

  • BASS Technik
  • KAI Technik
  • Rot – Weiss Technik

Gemeinsamkeit dieser Zahnputztechniken ist neben der sanften Reinigung, die systematische Zahnreinigung aller Zahnflächen (sowohl Innen- als auch Außenflächen). Die Putzdauer von 3 Minuten sollte hierbei nicht unterschritten werden.

Zahnpasta

Zahnpasta sollte Fluorid enthalten, um den Zahnschmelz zu remineralisieren.

Den geschmacklichen Vorlieben sind keine Grenzen gesetzt.  Verzichten sollte man auf Zahnpasta, die Zahnaufhellung verspricht. In der Regel haben diese Zahnpasten sehr grobe Schleifkörnchen, die zwar im ersten Moment die Zähne schnell schön weiß machen, da sie die Verfärbungen radikal entfernen. Auf längere Sicht betrachtet zerkratzt aber die Zahnoberfläche davon sehr stark. Verfärbungen haften absurderweise von nun an besonders gut und hartnäckig auf den Zähnen.

Zahnseide und Interdentalbürstchen

Zahnbürsten können aufgrund der Zahnform maximal 70 % aller Flächen reinigen. Daher benötigen wir für die restlichen 30 % (bestehend aus Zahnzwischenräumen) andere Hilfsmittel zur täglichen Reinigung.

Ungewachste Zahnseide reinigt eng stehende Zahnzwischenräume. Sollten die Lücken zwischen den Zähnen etwas größer sein, sind Zahnzwischenraumbürstchen (auch Interdentalbürstchen genannt) sehr nützlich. Spezialzahnseide (z.B. Superfloss oder Ultrafloss) reinigen Zahnzwischenräume, feste Zahnspangen oder unter festsitzenden Brücken.

Für fast jede Ecke oder Nische gibt es geeignete Hilfsmittel zur Reinigung.

Zunge

Bedingt durch die vielen einzelnen Papillen auf der Zunge, können sich bakteriele Beläge gut auf der Zunge sammeln.

Darum sollte man nicht nur die Zähne und die Zahnzwischenräume täglich putzen, sondern auch die Zunge. Hierzu lässt sich die Handzahnbürste oder ein entsprechender Zungenreiniger verwenden. Elektische Zahnbürsten sind erfahrungsgemäß weniger geeignet aufgrund der von ihnen ausgehenden Vibration.

Strecken Sie die Zunge aus dem Mund und reinigt Sie diese mit fegenden Bewegungen vom Zungengrund zur Zungenspitze.

Mundspülung

Eine antibakterielle Mundspülung kann die Mundhygiene nur ergänzen – niemals ersetzen. Falls Sie eine solche Spülung verwenden möchten, achten Sie bei der Produktauswahl darauf, dass die Spülung zur täglichen Anwendung geeignet ist.

Natürliche Zahnpflege durch zahngesunde Ernährung

Zahngesunde Ernährung beinhaltet Vollkornprodukte, Rohkost in Form von Obst, Gemüse, Nüsse und Samen da der Verzehr dieser Nahrungsmittel zum Kauen anregt.

Hierbei wird die Speicheldrüsenproduktion angeregt. Durch die feste Konsistenz der Speisen ist die Belagsbildung erschwert, da die groben Speisereste nicht gut an den Zahnflächen kleben.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchung

Trotz bestem Wissen und Können ist es manchmal nicht möglich, alle Ecken Kanten und Nischen im engen, dunklen Mund perfekt zu reinigen.

Hier kommt die Zahnarztpraxis ins Spiel. Wir können dorthin schauen, wo Sie nicht hinkommen! Bei einer Kontrolluntersuchung lässt sich ggf. Handlungsbedarf einschätzen.

Oftmals ist eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung als Präventivmaßnahme bereits ausreichend, um Ihre Mundhygiene zu ergänzen und Zahnschäden vorzubeugen.

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